Parkplatz Bahnofstraße Suhl gegenüber der IHK (Foto: Hermann Klett)
Wir Freien Wähler haben Oberbürgermeister Knapp im Juni-Stadtrat mehr als 950 Protest-Unterschriften übergeben. Diese wurden von Bürgern auf unsere Listen gesetzt, die nicht wollen, dass der große stadtnahe Suhler Parkplatz zwischen Kreuzkirche, IHK, Volksbank und „Weiberwirtschaft“ demontiert und in eine „grüne Oase“ umgebaut wird. Wir und die Bürger fragen uns: Weshalb muss in Suhl etwas, das mit 80prozentiger Auslastung gut funktioniert, das nicht zu den Schandflecken zählt und jedes Jahr über 100 000 Euro in die Stadtkasse spült, demontiert werden? Die Stadt hat Planungen veranlasst, die diese Fläche mit ca. 40 Parkplätzen in eine grüne Oase für Freizeit und Erholung umwandeln sollen.
Wie sehen die Bürger diese städtische Initiative? Zur Demokratie gehört aus unserer Sicht, solche Vorhaben nicht nur in kleinen Kreisen zu debattieren. Die Abschaffung von mehr als 40 Parkplätzen, die ob ihrer City-Nähe große Bedeutung für Einwohner, Gäste, Geschäftsleute, für Infrastruktur und Belebung der Innenstadt haben, das geht die Bürger in breitem Maße an.
Deshalb haben wir in den Mai und Juni-Wochen 2026 eine Umfrage unter Bürgern zum städtebaulichen Vorhaben „Rückbau des Parkplatzes gegenüber der Industrie- und Handelskammer (IHK) und Umgestaltung in eine Grün- und Erholungsfläche“ initiiert. Wir können hier erfreut berichten, dass es Bürger und Geschäftsleute gab, die uns dabei gern unterstützt haben.
Im Ergebnis übergaben wir in der Juni-Stadtratssitzung 2026 dem Suhler OB fast eintausend Unterschriften von Suhler Bürgern aus der Kernstadt, aus Ortsteilen, aber auch von Besuchern aus den Landkreisen Meiningen/Schmalkalden. Die einhellige Forderung aus der Unterschriftenaktion heißt: Sofortiger Stopp für weitere Pläne zur Beseitigung des Parkplatzes zugunsten einer „Grünen Oase“. Die klare Ansage ist, die Menschen wollen langfristig und ganzjährig diese ca. 40 Parkplätze im Stadtzentrum nutzen können.
Wir haben OB und Stadtrat berichtet, was viele Leute zu uns im Steinweg sagten: In der Zusammenfassung klingt das so: „Diese Aktion mit den Unterschriften, das bringt doch alles nichts! Die im Rathaus machen doch sowieso was sie wollen!“ Wir Freien Wähler haben das dementiert und den Bürgern Mut gemacht, dass es sich immer lohnt, sich einzusetzen, wenn es dafür gute Argumente gibt. Nun ist es die Entscheidung des Oberbürgermeisters und des Stadtrates ob Sie den Bürgerwillen ernst nehmen. Die Stadtgesellschaft erwartet bald eine Antwort.
Nachfolgend haben wir die meistgenannten Argumente aufgelistet, welche die Befragten diesem städtischen Vorhaben entgegensetzen:
Ingrid Ehrhardt, Verein Freie Wähler Suhl